Privatpraxis Dr. Ackermann · Herzogenaurach

Behandlungskonzepte

Die meisten Praxen behandeln Falten. Wir behandeln Ursachen.

Ein Gesicht altert nicht gleichmäßig. Knochensubstanz geht verloren, Fettkompartimente verschieben sich, die Hautstruktur wird durch den Abbau von Kollagen und Elastin dünner. Eine einzelne Behandlung kann diesen mehrschichtigen Prozess nicht vollständig adressieren — gute Ästhetik beginnt mit dem Verstehen der Anatomie.

Diese Seite zeigt, wie wir denken: in Schichten, in Zeithorizonten, in Lebensphasen. Was am Ende für Sie sinnvoll ist, klärt sich nicht hier — sondern im persönlichen Gespräch in der Praxis.

Methode

Schichten statt Symptome.

Ein Konzept entsteht in der persönlichen Ästhetik-Sprechstunde — auf Basis Ihrer Anatomie, Ihrer Hautqualität und Ihrer Ziele. Manchmal ist eine einzige, gut gewählte Maßnahme der richtige Schritt. Manchmal ist es eine Abfolge von mehreren Schichten über Monate. Beides ist legitim — die Antwort hängt vom Befund ab, nicht vom Behandlungsangebot.

Gute ästhetische Medizin sieht man nicht — man spürt sie nur, weil man sich wohler fühlt, wenn man in den Spiegel schaut.

Dr. med. Thomas Ackermann · Facharzt für Anästhesiologie

Lesen Sie auch: Unsere Philosophie.

Lebensphasen

Vier Einstiegspunkte. Vier Geschichten.

Jede Patientin bringt eine eigene Geschichte mit. Der richtige Einstieg hängt nicht vom Alter ab — sondern davon, was Sie heute verändern möchten. Die folgenden Lebensphasen sind orientierend gedacht, nicht festlegend.

Häufig ab Mitte 20

"Ich möchte meine Haut jetzt schon richtig pflegen."

Die Haut ist noch straff, aber erste UV-Schäden und frühe Kollagenverluste zeichnen sich ab. Prävention hat hier den größten Hebel — Hautanalyse, medizinische Kosmetik und gezielte Wirkstoffversorgung.

Häufig ab Anfang 30

"Ich sehe müde aus — obwohl ich es gar nicht bin."

Die Kollagenproduktion verlangsamt sich messbar (etwa 1 % Verlust pro Jahr ab dem 25. Lebensjahr). Die Haut verliert Tonus und Reflexionsqualität. Biostimulatoren aktivieren die körpereigene Kollagensynthese.

Häufig ab Mitte 40

"Ich erkenne mich nicht mehr ganz."

Volumenverluste werden sichtbar, die Konturen verlieren Definition. Hier kommt das Schichtenprinzip ins Spiel: Volumen-Restauration, Gewebestraffung und Hautqualität greifen ineinander.

Häufig ab Mitte 50

"Ich möchte natürlich altern, aber nicht müde wirken."

Das Ziel ist nicht Verjüngung, sondern Erhalt der eigenen Identität. Sanfte Volumenkorrektur, Hautstrukturpflege und konservative Maßnahmen statt invasiver Eingriffe.

Anatomie

Die Anatomie kennt eine Reihenfolge.

Das Gesicht besteht anatomisch aus mehreren übereinanderliegenden Schichten: Knochen, SMAS (superfizielles muskuloaponeurotisches System), Fettkompartimente, Bindegewebe und Haut. Effektive Ästhetik respektiert diese Hierarchie — wer die Oberfläche optimiert, ohne das Fundament zu adressieren, behandelt Symptome statt Ursachen.

Nicht jedes Konzept erfordert alle Schichten. Welche für Sie sinnvoll sind, klärt die Ästhetik-Sprechstunde.

OBERFLÄCHE KONZEPT Haut Oberfläche & Hautqualität 4 Bindegewebe Kollagen & Elastin 3 Fettkompartimente Volumen & Kontur 1 SMAS Muskuloaponeurotisches System 2 Knochen Strukturelles Fundament 1 TIEFE
Schematischer Querschnitt der Gewebeschichten. Die Ziffern verweisen auf die vier Konzeptebenen — von der Oberflächenpflege (4) bis zum strukturellen Fundament (1).
01

Fundament & Kontur

Tiefe Volumenrestauration. Strukturelle Stützung dort, wo Knochensubstanz und Fettkompartimente verloren gegangen sind.

Hyaluronsäure-Filler · Calcium-Hydroxylapatit-Filler (CaHA) · moderne Injektionstechniken nach standardisierten anatomischen Schemata

02

Straffung & Lifting

Gewebestraffung auf SMAS-Ebene. Mikrofokussierter Ultraschall (MFU) erzeugt thermische Koagulationspunkte in mittlerer und tiefer Dermis sowie auf SMAS — ohne die Hautoberfläche zu durchdringen.

Mikrofokussierter Ultraschall (MFU) — nicht-invasiv, wirkt über mehrere Monate

03

Bioregeneration

Aktivierung der körpereigenen Fibroblasten-Aktivität über TGF-β/Smad-Signalwege. Neokollagenese: Kollagen Typ I, III, IV und Elastin — von innen heraus.

Poly-L-Milchsäure-Filler (PLLA) · vernetzte hybride Hyaluronsäure · Polynukleotide · Plättchenreiches Plasma (PRP)

04

Hautqualität & Oberfläche

Oberflächenverfeinerung, Hydratation und Zellreparatur. Microneedling nutzt Mechanotransduktion, Peelings adressieren die Hornschicht, LED-Phototherapie unterstützt zelluläre Prozesse.

Microneedling · medizinische Peelings · LED-Phototherapie

Mehr zu unseren Biostimulatoren und der Übersicht aller Ästhetik-Behandlungen.

Biologie

Warum Biologie Zeit braucht.

Die wirksamsten Behandlungen zeigen ihr volles Ergebnis erst Monate später. Das ist keine Schwäche — es ist Biologie. Kollagensynthese ist ein biologischer Prozess mit definierten Schritten:

Stimulus TGF-β Fibroblasten Prokollagen HSP47-Faltung Tripelhelix ECM-Einbau

HSP47 = Heat Shock Protein 47 · ECM = Extrazelluläre Matrix · TGF-β = Transforming Growth Factor beta

Kollagenstimulatorische Verfahren — ob mikrofokussierter Ultraschall, vernetzte Hyaluronsäure, Poly-L-Milchsäure oder Polynukleotide — aktivieren Fibroblasten über unterschiedliche Signalwege. Eine vergleichende präklinische Untersuchung (Nowag et al. 2024, J Cosmet Dermatol) zeigt: Calcium-Hydroxylapatit (CaHA) wirkt eher über eine nicht-entzündliche, regenerative Antwort, während Poly-L-Milchsäure (PLLA) über entzündungsvermittelte Signalwege zur Neokollagenese führt.1 Beide kommen ans Ziel — auf unterschiedlichen Wegen.

Eine systematische Übersichtsarbeit zu Polynukleotiden (Lampridou et al. 2024, J Cosmet Dermatol) bestätigt signifikante Verbesserungen bei Hautstruktur, Falten und Elastizität bei guter Verträglichkeit.3

Zeitverlauf

Was passiert. Woche für Woche.

Viele Patientinnen erhalten die besten Komplimente erst Monate nach der Behandlung — weil die Veränderung so natürlich wirkt, dass niemand eine Behandlung vermutet. Die folgende Übersicht ist eine biologische Orientierung, keine Garantie für individuelle Verläufe.

  1. Tag 1–3

    Entzündungsphase (physiologisch)

    Leichte Schwellung, Rötung oder Spannungsgefühl — vollständig normal und Teil der erwünschten Wundheilungskaskade, die die Kollagensynthese einleitet.

  2. Woche 1–4

    Unsichtbare Arbeit

    TGF-β aktiviert Fibroblasten. Prokollagen wird gebildet, HSP47 faltet die Kollagenkette zur Tripelhelix. Von außen noch wenig sichtbar — die eigentliche Arbeit beginnt.

  3. Woche 4–8

    Erste sichtbare Verbesserungen

    Neue Kollagenfibrillen werden in die extrazelluläre Matrix eingebaut. Mehr Festigkeit, feinere Hautstruktur, ein frischerer Gesamteindruck.

  4. Monat 3–6

    Peak der Neokollagenese

    Die volle Wirkung kollagenstimulatorischer Verfahren entfaltet sich. Hier zeigt sich, was die Behandlung individuell erreicht hat — und ob ein zweiter Zyklus sinnvoll ist.

Interdisziplinär

Ein Haus. Drei Disziplinen.

Ärztliche Behandlungen und professionelle Kosmetik greifen bei uns ineinander. Das Ergebnis hält länger, weil die Haut vorbereitet und gepflegt wird — und weil hormonelle und nutritive Grundlagen mitbedacht werden.

Medical Skincare als Begleitung

Janina Wagner — zertifizierte Kosmetikerin und Dozentin — begleitet ärztliche Behandlungen mit Microneedling, medizinischen Peelings und LED-Phototherapie. Der Übergang von ärztlicher Indikation zu kosmetischer Pflege erfolgt fließend, im selben Haus.

Innere Balance als Fundament

Kollagenstimulatorische Behandlungen zeigen bessere Ergebnisse, wenn der Körper ausreichend Grundstoffe bereitstellt: Protein, Vitamin C, ausgeglichene Hormone, ausreichend Schlaf. Dr. Simone Wintzheimer bietet die entsprechende allgemeinmedizinische Diagnostik.

Team

Drei Menschen. Ein Konzept.

Dr. med. Thomas Ackermann

Facharzt Anästhesiologie · Gründer

Ästhetische Medizin, MFU, Filler, Biostimulatoren, PRP, Polynukleotide.

Profil

Dr. med. Simone Wintzheimer

Allgemeinmedizin · Anästhesiologie

Frauengesundheit, Hormondiagnostik, Prävention.

Profil

Janina Wagner

Kosmetikerin · Dozentin

Medical Skincare, Microneedling, Gesichtsmassage, Wellness.

Profil
Sicherheit

Sicherheit ist Ausbildung.

Mein Hintergrund als Facharzt für Anästhesiologie prägt jede Behandlung. Drei konkrete Konsequenzen daraus:

Schmerzmanagement

Professionelle Betäubungsverfahren — über eine Betäubungscreme hinaus, wenn klinisch sinnvoll. Komfort entlastet auch die Behandlungsqualität.

Ultraschall-Gefäßmapping

Hochauflösendes Scanning vor Injektionen. Vaskuläre Strukturen werden identifiziert und umgangen — essenziell bei tiefen Fillertechniken.

Komplikationsmanagement

Als aktiver Notarzt auf Akutsituationen vorbereitet. Hyaluronidase zur Auflösung von Hyaluronsäure-Fillern ist immer verfügbar.

Häufige Fragen

Was Patientinnen wissen wollen.

Warum dauern kollagenstimulatorische Behandlungen so lange?

Kollagenstimulatorische Behandlungen aktivieren über Signalmoleküle (vor allem TGF-β) die körpereigenen Fibroblasten. Dieser biologische Prozess benötigt Wochen. Erste sichtbare Verbesserungen zeigen sich nach 4–8 Wochen. Das Maximum liegt je nach Methode bei 3–6 Monaten. Die Ergebnisse wirken natürlich, weil sie vom Körper selbst erzeugt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Hyaluronsäure-Fillern und Biostimulatoren?

Hyaluronsäure-Filler ersetzen Volumen mechanisch. Das Ergebnis ist sofort sichtbar, hält je nach Präparat und Lokalisation 9–18 Monate. Biostimulatoren — wie vernetzte Hyaluronsäure, Poly-L-Milchsäure (PLLA), Polynukleotide oder Calcium-Hydroxylapatit (CaHA) — aktivieren die körpereigene Kollagensynthese. Ergebnisse sind langsamer, dafür strukturell nachhaltiger. Beide Ansätze ergänzen sich oft sinnvoll.

Muss ich mich auf ein ganzes Konzept festlegen?

Nein. Manche Patientinnen entscheiden sich für einen mehrstufigen Plan, andere für eine einzige, gezielte Behandlung. Die Ästhetik-Sprechstunde klärt, was für Sie passt — ohne Druck und ohne Verkaufsgespräch.

Brauche ich auch eine Kosmetikbehandlung?

Nicht zwingend, aber oft sinnvoll. Medizinische Peelings und LED-Phototherapie bereiten die Haut vor und können das Ergebnis ärztlicher Behandlungen verlängern. Microneedling stimuliert über Mechanotransduktion zusätzlich die oberflächliche Kollagenschicht. Bei uns greifen ärztliche und kosmetische Behandlungen unter einem Dach ineinander.

Ich war schon woanders behandelt und bin unsicher.

Wir analysieren Ihren aktuellen Zustand objektiv und ohne Wertung über Vorbehandlungen. Falls fehlerhaft platziertes Hyaluron vorhanden ist, kann es mit Hyaluronidase aufgelöst werden, bevor wir gemeinsam neu planen. Keine Kritik, keine Schuldzuweisungen — nur Befund und Plan.

Wie werden die Leistungen abgerechnet?

Die Erstberatung in der Ästhetik-Sprechstunde wird nach GOÄ abgerechnet. Sie erhalten einen transparenten Kostenplan, bevor eine Behandlung beginnt — keine versteckten Posten, keine Druck-Verkäufe.

Analyse statt Verkauf.

In der persönlichen Ästhetik-Sprechstunde nehmen wir uns Zeit für eine gründliche Analyse. Am Ende haben Sie einen klaren Plan — und die Freiheit, in Ruhe zu entscheiden. Was eine Behandlung konkret für Sie bedeutet, gehört in ein persönliches Gespräch in der Praxis. In Ruhe, mit Befund, mit Zeit.

Studien & Quellen

  1. Nowag B, Schäfer D, Hengl T, Corduff N, Goldie K. Biostimulating fillers and induction of inflammatory pathways: A preclinical investigation of macrophage response to calcium hydroxylapatite and poly-L lactic acid. J Cosmet Dermatol. 2024;23(1):99–106. doi:10.1111/jocd.15928
  2. Tonon L, Alves MO, Viana R. BIO3 Protocol: Clinical and In Vitro Evidence of Triple Biostimulation With CaHA and P(LA/CL) Threads. J Cosmet Dermatol. 2026;25(4):e70803. doi:10.1111/jocd.70803
  3. Lampridou S, Bassett S, Cavallini M, Christopoulos G. The Effectiveness of Polynucleotides in Esthetic Medicine: A Systematic Review. J Cosmet Dermatol. 2024;24(2):e16721. doi:10.1111/jocd.16721
  4. Fabi SG. Noninvasive skin tightening: focus on new ultrasound techniques. Clin Cosmet Investig Dermatol. 2015;8:47–52. doi:10.2147/CCID.S69118
  5. Qin N, Kochheiser M, Akosman I, et al. Systematic Review of Platelet-Rich Plasma and Platelet-Rich Fibrin in Facial Rejuvenation. Ann Plast Surg. 2025;94(4S):S376–S389. doi:10.1097/SAP.0000000000004267