Ultraschallgestützte Injektion

Individueller Kostenplan nach Untersuchung (GOÄ)

Vor Injektionen in gefäßreichen Regionen stelle ich die Gefäßverläufe sonografisch dar — mit einem hochauflösenden Linearschallkopf von 8 bis 20 Megahertz mit Farb-Doppler. Der internationale Expertenkonsens von 2025 nennt mindestens 15 Megahertz als Mindestanforderung. Gefäßanatomie ist individuell; Durchschnittswerte sagen über Ihr Gesicht wenig aus. Die Methode stammt aus der Anästhesiologie, wo Nadelführung unter Ultraschallsicht zum Handwerk gehört.

Methode · Sicherheit bei Injektionen im Gesicht

Ultraschallgestützte Injektion

Sie haben sich über Filler informiert — und sind bei den Geschichten hängengeblieben, die man lieber nicht gelesen hätte. Diese Sorge ist vernünftig. Deshalb schaue ich nach, bevor ich behandle: Ihre Gefäße auf dem Bildschirm, bevor die Nadel kommt. Sie sehen dabei mit.

Schallkopf8–20 MHzHochauflösender Linearschallkopf. Der internationale Konsens fordert mindestens 15 MHz.
GefäßdarstellungFarb-DopplerFarb- und Power-Doppler. Nach Konsens verpflichtend, nicht optional.
Untersuchung5–10 MinutenVor der Injektion, schmerzfrei, ohne Strahlenbelastung.

Beratungstermin vereinbaren

Kurz beantwortet

Bei einer ultraschallgestützten Injektion wird das Behandlungsareal vor und während der Injektion mit hochauflösendem Ultraschall dargestellt. Sichtbar werden Gefäßverläufe, Gewebeschichten und bereits vorhandenes Fillermaterial. Die Nadel oder Kanüle lässt sich damit unter Sicht führen, statt nach Tastbefund und anatomischer Regel. Ein internationales Expertengremium aus fünfzehn Fachleuten in sieben medizinischen Fachrichtungen und elf Ländern hat 2025 in einem vierrundigen Delphi-Verfahren festgelegt, in welchen Gesichtsregionen dieses Vorgehen empfohlen ist, welches Gerät dafür genügt und was ein Behandler dafür können muss.

Was viele Patientinnen beschäftigt

Die Frage, die kaum jemand ausspricht

Die meisten Frauen, die zu mir kommen, haben sich vorher informiert. Sie haben Bilder gesehen, von denen sie sich wünschten, sie hätten es nicht. Und sie stellen eine Frage, oft erst am Ende des Gesprächs: Was, wenn bei mir etwas schiefgeht?

Ich nehme diese Frage ernst. Nicht weil ich Ihnen Angst machen möchte — sondern weil sie berechtigt ist. Eine Injektion im Gesicht ist ein medizinischer Eingriff. Wer das anders darstellt, verkauft Ihnen etwas.

Was ich dagegen tun kann, ist nachsehen. Nicht raten, nicht nur tasten, nicht auf Erfahrung allein vertrauen — sondern auf einem Bildschirm anschauen, wo bei Ihnen die Gefäße verlaufen.

In der Anästhesiologie führe ich Nadeln seit Jahren unter Ultraschallsicht — beim Legen zentraler Zugänge und bei Nervenblockaden. Das ist dort Bestandteil der Facharztweiterbildung, keine Zusatzausstattung. Man trifft, was man sieht.

— Dr. med. Thomas Ackermann · Facharzt für Anästhesiologie

Warum Anatomie allein nicht reicht

Lehrbücher beschreiben den Durchschnitt

Jede Injektionslehre beruht auf anatomischen Regeln: Dieses Gefäß verläuft dort, jene Schicht liegt hier. Diese Regeln stimmen — für den Durchschnitt.

Wie weit die Wirklichkeit davon abweicht, hat eine ultraschallbasierte Untersuchung von Cotofana und Kollegen für die Stirnregion vermessen. Der Abstand der Arteria supratrochlearis zur senkrechten Glabellafalte lag bei Frauen im Mittel bei 8,2 Millimetern. Die Spannweite reichte von 14,2 Millimetern bis minus 3,3 Millimetern.

Der negative Wert ist der entscheidende Befund. Er bedeutet, dass die Arterie bei einem Teil der Untersuchten auf der anderen Seite der Falte verläuft — also genau dort, wo nach anatomischer Regel die Nadel hingeht.

Das ist kein Argument gegen anatomisches Wissen. Es ist ein Argument dafür, im Einzelfall nachzusehen.

Ausstattung

Was der internationale Konsens verlangt

Die Delphi-Arbeit von 2025 nennt zum ersten Mal konkrete Mindestanforderungen an Gerät und Ausstattung. Damit lässt sich sachlich prüfen, ob eine Praxis diese Methode ernsthaft betreibt oder nur nennt. Die folgende Tabelle stellt beides nebeneinander.

AnforderungEmpfehlung des Konsenses 2025In dieser Praxis
SchallkopfLinearschallkopf mit mindestens 15 MHz — sowohl zum Lernen als auch für die regelmäßige DiagnostikLinearschallkopf mit einem Frequenzbereich von 8 bis 20 MHz
GerätebauformHandgeräte sind in beiden Fällen ausdrücklich zugelassenKabelloses Handgerät, direkt am Behandlungsstuhl einsetzbar
DarstellungsartenB-Bild, Farb-Doppler und Spektral-Doppler verpflichtend; Power-Doppler empfohlenB-Bild, Farb- und Power-Doppler vorhanden
EindringtiefeFür Gesichtsstrukturen sind wenige Zentimeter ausreichendBis 4 Zentimeter — deckt alle relevanten Gesichtsschichten ab
DokumentationBild- und Videoarchivierung verpflichtendAufnahmen werden zur Behandlungsdokumentation gespeichert
Steriles VorgehenBei ultraschallgeführter Injektion sterile Schallkopfhülle und steriles Gel notwendigSteriles Material vorgehalten
VorbefundVor einer Injektion soll vorhandenes Fillermaterial identifiziert werdenFester Bestandteil der Untersuchung, auch bei auswärts erfolgten Behandlungen

Quelle: Velthuis PJ et al., J Plast Reconstr Aesthet Surg 2025;104:33–37 (PMID 40101353). Vollständige Angaben im Quellenverzeichnis unten.

Einordnung der Zahlen

Warum eine höhere Frequenz nicht automatisch besser ist

Bei Ultraschall gibt es einen physikalischen Zusammenhang, der sich nicht umgehen lässt: Je höher die Frequenz, desto feiner die Auflösung — und desto geringer die Eindringtiefe. Ein sehr hochfrequenter Schallkopf zeigt die obersten Millimeter der Haut hervorragend und erreicht die tieferen Fettkompartimente und den Verlauf der Arterien darunter schlechter.

Für die Fragestellungen, um die es bei Injektionen geht — wo verläuft dieses Gefäß, in welcher Schicht liegt dieses Depot, ist dieser Knoten durchblutet — liegt der sinnvolle Arbeitsbereich deshalb im mittleren bis oberen Bereich. Genau dort setzt der Konsens seine Untergrenze von 15 MHz an.

Was daraus folgt

Die Zahl auf dem Datenblatt entscheidet nicht über die Untersuchung

Ein Gerät mit noch höherer Frequenz macht keine bessere Diagnostik, wenn der Untersucher Fillermaterial, Gewebeschichten und Gefäße im Bild nicht sicher unterscheidet. Der Konsens widmet dem Können deshalb mehr Raum als der Technik und listet auf, was ein Behandler beherrschen muss, bevor er anfängt. Ich halte diese Reihenfolge für richtig: Gerät ist Voraussetzung, Übung ist die Leistung.

Drei Anwendungen

Wann ich den Ultraschall einsetze

Nicht jede Behandlung braucht Bildgebung. In diesen drei Situationen halte ich sie für sinnvoll.

Vor Injektionen in gefäßreichen Arealen

Schläfe, Stirn, Nasenrücken, Tränenrinne und Kinnlinie sind Regionen mit dicht verlaufenden Arterien. Hier stelle ich die Gefäßverläufe vor der Injektion dar und plane die Route entlang Ihrer Anatomie — nicht entlang eines Schemas. Der Konsens hält Bildgebung vor der Injektion in Arealen mit hohem Gefäßrisiko für verpflichtend.

Beim Auflösen von Hyaluronsäure

Hyaluronidase wirkt dort, wo sie hinkommt. Wird das Depot im Ultraschall lokalisiert, lässt sich das Enzym gezielt platzieren, statt es großflächig zu verteilen. Das schont die körpereigene Hyaluronsäure im umliegenden Gewebe. Für präzise Injektionen in eine umschriebene Veränderung nennt der Konsens die Ultraschallführung ausdrücklich als notwendig.

Bei Botulinumtoxin Typ A in tiefen Muskelgruppen

Am Kaumuskel und am Platysma liegen die Zielmuskeln tiefer und unterscheiden sich zwischen Personen erheblich in Dicke und Ausdehnung. Sonografische Darstellung hilft, die Injektionstiefe an den individuellen Befund anzupassen, statt eine Standardtiefe anzunehmen.

Beim Auflösen

Warum die Enzymmenge kleiner ausfällt

Beim Auflösen von Hyaluronsäure gibt es zwei Vorgehensweisen: das großflächige Verteilen des Enzyms im Gewebe — in der Fachliteratur als Flooding bezeichnet — und die gezielte Injektion in das dargestellte Depot.

Eine Arbeitsgruppe um Schelke hat beide an 39 Patientinnen und Patienten verglichen, die zunächst großflächig und anschließend ultraschallgesteuert behandelt wurden. Bei ultraschallgesteuerter Injektion wurden im Mittel 122,5 Internationale Einheiten Hyaluronidase benötigt, beim Fluten 1.519 Einheiten. Die Beschwerden bildeten sich in der ultraschallgesteuerten Gruppe zudem schneller zurück.

Wie belastbar ist das? Es handelt sich um eine rückblickend ausgewertete Fallserie, nicht um eine randomisierte Studie, und die Reihenfolge der beiden Verfahren war nicht zufällig verteilt. Die Autoren benennen diese Einschränkung selbst. Der Größenunterschied im Enzymbedarf ist dennoch so deutlich, dass er die Richtung angibt.

Was das praktisch bedeutet. Hyaluronidase unterscheidet nicht zwischen eingebrachtem Filler und körpereigener Hyaluronsäure. Je weniger Enzym nötig ist und je genauer es platziert wird, desto weniger umliegendes Gewebe wird mitbehandelt. Ausführlich auf der Seite Hyaluronsäure auflösen.

Vorgehen bei einem Knoten oder einer Schwellung

Die Reihenfolge, in der ich vorgehe

Wenn nach einer Filler-Behandlung eine Verhärtung, ein Knoten oder eine Schwellung bleibt, ist die entscheidende Frage nicht, ob man etwas auflösen kann, sondern was dort liegt. Diese Reihenfolge trennt die Fälle.

Warum diese Praxis

Erst der Befund, dann die Nadel.

Ein Depot aus Hyaluronsäure, eine Narbenverhärtung und ein entzündlicher Knoten fühlen sich unter dem Finger ähnlich an und verlangen entgegengesetzte Behandlungen. Wer ohne Bild entscheidet, entscheidet über die Wahrscheinlichkeit. Im Ultraschall lässt sich Hyaluronsäure als abgegrenzte, echoarme Struktur darstellen; der Farb-Doppler zeigt, ob umliegendes Gewebe vermehrt durchblutet ist, was für einen entzündlichen Prozess spricht.

Als Facharzt für Anästhesiologie gehört die sonografische Darstellung von Strukturen unter der Haut zu meinem fachlichen Alltag — es ist dieselbe Technik, mit der ich Nerven für eine Regionalanästhesie aufsuche. Ich habe dafür Kurse in Gefäß- und Nervensonografie, Abdomensonografie und fokussierter Notfallsonografie absolviert. Was für die ästhetische Anwendung hinzukommen musste, ist die Anatomie des Gesichts im Ultraschallbild.

  1. Klinische Untersuchung und Anamnese. Wann wurde behandelt, womit, wie oft, wie hat es sich verändert. Rötung, Überwärmung, Druckschmerz und der zeitliche Verlauf sind die ersten Weichensteller.
  2. Hochauflösender Ultraschall mit Farb-Doppler. Lage, Tiefe, Abgrenzung und Durchblutung der Veränderung. Gleichzeitig die Gefäßverläufe im Areal, falls anschließend injiziert wird.
  3. Einordnung des Befundes. Abgegrenztes Hyaluronsäure-Depot, Narben- oder Bindegewebsverhärtung, entzündlicher Knoten — oder ein Material, das sich im Bild nicht wie Hyaluronsäure verhält und deshalb wahrscheinlich keines ist.
  4. Behandlung entsprechend dem Befund. Beim nicht entzündlichen Hyaluronsäure-Depot die gezielte, niedrig dosierte Auflösung unter Sicht. Beim entzündlichen Knoten gehört eine antibiotische Behandlung dazu. Bei anhaltend unklarem Befund und Verdacht auf ein Granulom die Vorstellung zur feingeweblichen Abklärung — nicht der wiederholte Auflösungsversuch.

Grenzen

Was Bildgebung leisten kann — und was nicht

ErwartungRealistische Einordnung
Sie zeigt die Gefäße vor der InjektionJa — Verlauf, Tiefe und Durchblutung im dargestellten Ausschnitt
Sie zeigt vorhandenes FillermaterialIn der Regel ja; bei sehr alten oder weitgehend abgebauten Depots eingeschränkt
Sie erlaubt die Nadelführung unter SichtJa, mit Übung — die Nadel muss dabei in der Schallebene gehalten werden
Sie unterscheidet Materialarten sicherNicht immer; das Bild erlaubt eine begründete Zuordnung, keinen Materialnachweis
Sie schließt Komplikationen ausNein. Kein bildgebendes Verfahren kann das
Sie ersetzt anatomisches Wissen und ErfahrungNein — sie ergänzt beides um den individuellen Befund

Ehrlich gesagt

Kein Verfahren macht eine Behandlung risikofrei

Injektionen im Gesicht bergen Risiken, auch bei sorgfältiger Durchführung und auch mit Bildgebung. Ultraschall verbessert Planung und Kontrolle — er ist keine Garantie. Wer Ihnen Sicherheit verspricht, verspricht zu viel. Und: Der Nutzen der Methode ist bislang überwiegend durch Fallserien, Expertenempfehlungen und anatomische Untersuchungen belegt, nicht durch große vergleichende Studien mit Komplikationsraten als Endpunkt. Diese Datenlücke gehört zur ehrlichen Darstellung dazu.

Der nächste Schritt

Erst schauen, dann entscheiden

Im Beratungsgespräch klären wir, ob und wie eine Behandlung für Sie sinnvoll ist — und ob eine sonografische Beurteilung in Ihrem Fall etwas beiträgt. Privatpraxis in Herzogenaurach, zwölf Autominuten von Erlangen.

Häufige Fragen

Zur ultraschallgestützten Injektion

Tut die Ultraschalluntersuchung weh?

Nein. Ein Schallkopf mit Kontaktgel wird auf die Haut aufgesetzt und bewegt. Es entsteht kein nennenswerter Druck und keine spürbare Wärme, die Untersuchung ist schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung. Sie dauert je nach Areal fünf bis zehn Minuten.

Welche Frequenz hat Ihr Schallkopf?

Es handelt sich um einen Linearschallkopf mit einem Frequenzbereich von 8 bis 20 Megahertz und einer maximalen Eindringtiefe von 4 Zentimetern, mit Farb- und Power-Doppler. Die tatsächlich eingestellte Frequenz hängt von der Tiefe der gesuchten Struktur ab: oberflächliche Depots werden im oberen Bereich dargestellt, tiefer liegende Gefäße im unteren. Der internationale Konsens von 2025 nennt einen Linearschallkopf mit mindestens 15 Megahertz als Mindestanforderung und lässt Handgeräte ausdrücklich zu.

Ist ein Gerät mit 24 Megahertz besser?

Nicht pauschal. Eine höhere Frequenz erhöht die Auflösung und verringert gleichzeitig die Eindringtiefe. Für sehr oberflächliche Fragestellungen in der Lederhaut ist das ein Vorteil, für die Darstellung tiefer verlaufender Gesichtsarterien und tiefer Fettkompartimente ein Nachteil. Entscheidend ist, dass der Frequenzbereich zur Fragestellung passt und dass der Untersucher das Bild sicher liest.

Wird bei jeder Behandlung geschallt?

Nein. Bei Behandlungen in gefäßarmen Regionen und bei kleinen Mengen ist Bildgebung nicht immer erforderlich. Ich setze sie ein bei Injektionen in gefäßreichen Arealen, beim Auflösen von Hyaluronsäure und bei Botulinumtoxin Typ A in tiefen Muskelgruppen. Ob sie in Ihrem Fall sinnvoll ist, besprechen wir vorher.

Kann man mit Ultraschall Filler sehen?

Ja. Hyaluronsäure stellt sich im hochauflösenden Ultraschall als abgegrenzter, echoarmer Bereich dar, der sich vom umliegenden Gewebe unterscheidet. Lage, Tiefe und ungefähre Ausdehnung lassen sich beurteilen. Bei sehr alten oder weitgehend abgebauten Depots kann die Darstellung schwieriger sein. Ein Materialnachweis im Sinne einer Laboranalyse ist es nicht.

Ich weiß nicht mehr, was mir damals gespritzt wurde. Hilft das trotzdem?

Häufig ja. Verschiedene Materialien verhalten sich im Ultraschallbild unterschiedlich — in der Abgrenzung, im Schallverhalten dahinter und in der Reaktion des umliegenden Gewebes. Das erlaubt eine begründete Einordnung, ob es sich wahrscheinlich um Hyaluronsäure handelt und ob ein Auflösungsversuch überhaupt sinnvoll sein kann. Eine sichere Materialbestimmung ist damit nicht möglich; wo die Frage entscheidend ist, gehört sie in die feingewebliche Abklärung.

Ist das ein Standardverfahren in der ästhetischen Medizin?

Noch nicht flächendeckend. Das internationale Expertengremium hat 2025 in einem Konsensusverfahren empfohlen, Injektionen in vielen Gesichtsregionen ultraschallgestützt durchzuführen, und Bildgebung in Arealen mit hohem Gefäßrisiko sowie bei der Behandlung von Komplikationen als verpflichtend eingestuft. In der Praxis hängt die Umsetzung davon ab, ob ein geeignetes Gerät vorhanden ist und ob Übung im Umgang damit besteht.

Warum kann ein Anästhesist das?

Weil ultraschallgeführte Punktion in der Anästhesiologie Bestandteil der Facharztweiterbildung ist — beim Legen zentraler Zugänge und bei Nervenblockaden. Ich habe dafür Kurse in Gefäß- und Nervensonografie, Abdomensonografie und fokussierter Notfallsonografie absolviert. Die Fertigkeit, gleichzeitig ein Ultraschallbild zu lesen und eine Nadel darin zu führen, lässt sich übertragen. Was hinzukommen musste, ist die Anatomie des Gesichts im Ultraschallbild.

Was kostet die Untersuchung zusätzlich?

Ärztliche Leistungen rechne ich nach der Gebührenordnung für Ärzte ab. Was für Ihre Behandlung anfällt, bespreche ich vorab transparent im Beratungsgespräch — bevor etwas beginnt. Eine Übersicht finden Sie unter Kosten.

Ich wurde woanders behandelt und bin unsicher — kann ich kommen?

Ja. Melden Sie sich telefonisch, dann klären wir vorab, worum es geht und ob eine sonografische Beurteilung in Ihrem Fall weiterhilft. Die Beurteilung ist ergebnisoffen — dazu gehört ausdrücklich die Möglichkeit, dass ich zu keiner Behandlung rate. Wer die ursprüngliche Behandlung durchgeführt hat, muss ich dafür nicht wissen.

Evidenz-Basis

Was die Studien zeigen

  • Velthuis PJ, Alfageme F, Cartier H et al., 2025. The use of ultrasound imaging in aesthetic injectables: A modified Delphi consensus. J Plast Reconstr Aesthet Surg 104:33–37. PMID 40101353. Vierrundiges Delphi-Verfahren mit fünfzehn internationalen Fachleuten aus sieben Fachrichtungen und elf Ländern. Die Grundlage des Ausstattungsabschnitts dieser Seite: Linearschallkopf mit mindestens 15 MHz für Lernphase und Routinediagnostik, Handgeräte ausdrücklich zugelassen, B-Bild sowie Farb- und Spektral-Doppler und Bildarchivierung verpflichtend, Power-Doppler empfohlen. Bildgebung vor der Injektion in Arealen mit hohem Gefäßrisiko und bei der Behandlung von Komplikationen verpflichtend; ultraschallgeführte Injektion in vielen Gesichtsregionen empfohlen, für präzise Injektionen in eine umschriebene Veränderung notwendig.
  • Cotofana S, Velthuis PJ, Alfertshofer M et al., 2021. The Change of Plane of the Supratrochlear and Supraorbital Arteries in the Forehead — An Ultrasound-Based Investigation. Aesthet Surg J 41(11):NP1589–NP1598. PMID 33652475. Ultraschallbasierte Vermessung des Verlaufs der Stirnarterien. Die Streubreite der Lage zur Glabellafalte bis in den negativen Bereich ist der Beleg dafür, dass anatomische Mittelwerte den Einzelfall nicht abbilden.
  • Schelke LW, Velthuis PJ, Decates T et al., 2023. Ultrasound-Guided Targeted vs Regional Flooding: A Comparative Study for Improving the Clinical Outcome in Soft Tissue Filler Vascular Adverse Event Management. Aesthet Surg J 43(1):86–96. PMID 35951759. Rückblickend ausgewertete Fallserie mit 39 Behandelten. Ultraschallgesteuert im Mittel 122,5 Internationale Einheiten Hyaluronidase gegenüber 1.519 Einheiten beim großflächigen Fluten. Nach dem Fluten zeigten 92,3 % keine Besserung; nach dem anschließenden ultraschallgesteuerten Vorgehen trat bei allen eine sofortige Besserung ein. Kein randomisiertes Design — die Reihenfolge der Verfahren war festgelegt, was den Vergleich einschränkt.
  • Schelke LW, Velthuis P, Kadouch J, Swift A, 2019. Early ultrasound for diagnosis and treatment of vascular adverse events with hyaluronic acid fillers. J Am Acad Dermatol 88(1):79–85. PMID 31325548. Duplexsonografie zur Auffindung des Materials, das den arteriellen Verschluss verursacht. Kernaussage: Bei rechtzeitiger Behandlung kann eine einzelne ultraschallgesteuerte Enzyminjektion in das Depot eine Hautnekrose verhindern.
  • Velthuis PJ, Jansen O, Schelke LW et al., 2021. A Guide to Doppler Ultrasound Analysis of the Face in Cosmetic Medicine. Part 1: Standard Positions. Aesthet Surg J 41(11):NP1621–NP1632. PMID 33954581. Systematik der sieben Standardpositionen des Schallkopfs, über die sich die anatomischen Bezugspunkte des Gesichts auffinden lassen — die methodische Grundlage einer reproduzierbaren Untersuchung.
  • Sigrist R, Desyatnikova S, Chammas MC, Vasconcelos-Berg R, 2024. Best Practices for the Use of High-Frequency Ultrasound to Guide Aesthetic Filler Injections — Part 1: Upper Third of the Face. Diagnostics 14(16):1718. PMID 39202206. Praktische Handlungsempfehlungen für die Stirn- und Schläfenregion.
  • Schelke LW, Decates TS, Velthuis PJ, 2018. Ultrasound to improve the safety of hyaluronic acid filler treatments. J Cosmet Dermatol 17(6):1019–1024. PMID 30084182. Frühe Arbeit zur Darstellung von Hyaluronsäure im Ultraschall und zur Gefäßkartierung vor der Behandlung.

Studienangaben recherchiert über PubMed. Die genannten Arbeiten beschreiben den Stand der Fachliteratur und begründen keine Aussage über das Ergebnis einer Behandlung im Einzelfall.

Verwandte Inhalte

Zum Weiterlesen

Dr. med. Thomas Ackermann

Behandelnder Arzt

Dr. med. Thomas Ackermann

Facharzt für Anästhesiologie · Ärztliche Leitung Harmonie der Ästhetik

Sicherheit ist kein Gefühl, das man vermitteln kann. Es ist etwas, das man zeigt. Deshalb steht der Bildschirm so, dass Sie mitschauen können — und deshalb sage ich Ihnen auch, wo dieses Verfahren an seine Grenzen kommt.

Vita und Werdegang →

Hinweis. Diese Seite beschreibt eine Arbeitsweise und ersetzt nicht das persönliche Aufklärungsgespräch nach § 630e BGB. Ob eine Behandlung für Sie sinnvoll ist, welche Methode dabei angewendet wird und welche Risiken bestehen, wird ausschließlich im persönlichen Termin geklärt. Privatärztliche Abrechnung nach GOÄ.

Diese Seite gibt einen ersten Überblick. Was eine Behandlung konkret für Sie bedeutet — welche Methode, welche Dosierung, welche Erwartung sinnvoll ist — gehört in ein persönliches Gespräch in der Praxis. In Ruhe, mit Befund, mit Zeit.

Harmonie der Ästhetik · Dr. med. Thomas Ackermann · Niederndorfer Hauptstraße 41 · 91074 Herzogenaurach · Telefon 09132 90 24 770