PRP Haut
PRP/PRF-Behandlung der Haut — Eigenbluttherapie zur Stimulation der hauteigenen Wachstumsfaktoren. Aus venösem Blut wird ein plättchenreiches Konzentrat gewonnen und intradermal angewendet. Wirkachse: Fibroblasten-Aktivierung, Kollagen-Aufbau, verbesserte Mikrozirkulation.
PRP oder PRF? In der Praxis Ackermann stehen beide Verfahren zur Verfügung — PRF (ohne Gerinnungshemmer) ist die weiterentwickelte Variante mit langsamerer, nachhaltigerer Wirkstoff-Freisetzung. Die fachliche Auswahl erfolgt individuell.
Indikationen: Hautqualität, Aknenarben, Photoaging, Tränenrinne, Hals und Dekolleté. Frequenz: 3er-Serie alle 4–6 Wochen, halbjährliche Erhaltung. Synergie: Microneedling-PRP-Kombi im selben Termin etabliert.
Bioregeneration · Eigenblut
Wenn die Haut müde aussieht, obwohl nichts fehlt
Aus Ihrem eigenen Blut wird der plättchenreiche Anteil gewonnen und in die Haut eingebracht. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren regen die Regeneration an — ohne körperfremdes Material.
Was PRP-Behandlung der Haut ist und wofür sie eingesetzt wird
Die PRP-Behandlung — Platelet Rich Plasma, also plättchenreiches Plasma — ist eine Form der Eigenbluttherapie, bei der körpereigene Wachstumsfaktoren in die Dermis eingebracht werden. Aus einer kleinen Blutprobe wird in der Zentrifuge ein Konzentrat gewonnen, das die zehnfache Menge an Blutplättchen gegenüber dem Ausgangsblut enthält.
Die in den Blutplättchen enthaltenen Wachstumsfaktoren stimulieren Fibroblasten zur Produktion von Kollagen und Hyaluronsäure, fördern die Bildung neuer Mikrogefäße und unterstützen die Hautregeneration. Die Behandlung arbeitet ausschließlich mit körpereigenem Material — Unverträglichkeiten und allergische Reaktionen sind dadurch praktisch ausgeschlossen.
Der Unterschied zwischen PRP und PRF
PRF — die fortschrittliche Variante ohne Gerinnungshemmer
Die klassische PRP-Aufbereitung verwendet Antikoagulanzien (Gerinnungshemmer wie Natriumcitrat), um die Blutplättchen aktivierbar zu halten. In der Praxis Ackermann setzen wir bevorzugt das Verfahren PRF (Platelet Rich Fibrin) ein — eine weiterentwickelte Methode mit folgenden Eigenschaften:
- Keine Gerinnungshemmer — das Konzentrat ist zu 100 % körpereigen
- Langsamere Freisetzung der Wachstumsfaktoren durch die natürliche Fibrin-Matrix
- Längere Wirkdauer und tiefere Geweberegeneration in der wissenschaftlichen Diskussion
- Geringeres Reaktionspotenzial gegenüber Zusatzstoffen
Im Erstgespräch entscheiden wir individuell, ob PRP oder PRF für Ihre Indikation die geeignete Wahl ist — beide Verfahren stehen zur Verfügung. Diese fachliche Auswahlmöglichkeit ist in der Region nur an wenigen Stellen vertreten.
Die vier Behandlungsschritte
Was im Gewebe geschieht
Die im Plasma konzentrierten Blutplättchen produzieren mehr als 20 verschiedene Wachstumsfaktoren — darunter PDGF (Platelet-Derived Growth Factor), TGF-β (Transforming Growth Factor Beta), VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) und EGF (Epidermal Growth Factor). Bei intradermaler Anwendung werden diese Faktoren am Ort der Injektion freigesetzt und aktivieren die ortsständigen Fibroblasten.
Die Wirkkette umfasst drei Achsen:
| Achse | Wirkung |
|---|---|
| Fibroblasten-Aktivierung | Neue Kollagen- und Elastin-Fasern, strukturelle Hautverbesserung über 8–12 Wochen |
| Mikrozirkulation | Neue Mikrogefäße verbessern Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Hautschichten |
| Gewebe-Regeneration | Standardisierte Wundheilungs-Antwort führt zur strukturierten Erneuerung |
Für wen die Behandlung geeignet ist
| Indikation | Frequenz-Empfehlung |
|---|---|
| Hautqualitäts-Ziel (Anti-Aging Maintenance) | 3er-Serie alle 4–6 Wochen, danach halbjährliche Erhaltung |
| Aknenarben (in Kombination mit Microneedling) | 3–5 Sitzungen im 4–6-Wochen-Abstand |
| Tränenrinne (sensible Region) | 2–3 Sitzungen, PRF bevorzugt wegen sanfterer Wirkung |
| Hals, Dekolleté, Handrücken | 3er-Serie, gut für sichtbare Körperareale |
| Fahle Haut, Photoaging | 3er-Serie, oft mit Microneedling kombiniert |
| Kombination mit Botulinumtoxin oder Filler | Mindestens 2 Wochen Abstand im selben Areal |
Was die Behandlung nicht ist
Vier präzise Abgrenzungen
- Keine Stammzellentherapie. Die in Marketing-Sprache oft verwendete Bezeichnung „Stammzellentherapie" ist irreführend — PRP/PRF enthält Blutplättchen mit Wachstumsfaktoren, keine echten Stammzellen. Wir verwenden diese Bezeichnung nicht.
- Keine Faltenbehandlung mit Sofortwirkung. Wo dynamische Falten (Glabella, Stirn, Krähenfüße) das Anliegen sind, ist Botulinumtoxin die korrekte Indikation. Wo Volumendefizite vorliegen, sind Filler indiziert. PRP/PRF arbeitet auf der Achse Hautqualität und Geweberegeneration über Wochen.
- Keine Garantie bei tiefen strukturellen Schäden. Bei sehr tiefen Aknenarben (ice-pick scars) oder ausgeprägten Hautlaxitäten ist die Wirkung begrenzt — hier kann eine Kombination mit Lasern oder chirurgischen Verfahren sinnvoller sein.
- Keine kosmetisch durchführbare Behandlung. Die intradermale Anwendung von Eigenblut-Konzentrat ist eine ärztliche Leistung. Kein Kosmetik-Institut darf diese Behandlung anbieten — eine fachliche und rechtliche Trennung, die das Heilberufsrecht klar regelt.
Behandelnder Arzt
Dr. med. Thomas Ackermann
Facharzt für Anästhesiologie · Ärztliche Leitung Harmonie der Ästhetik
Als Facharzt für Anästhesiologie ist mir der venöse Zugang tägliche Routine. Die Aufbereitung erfolgt in geschlossenen Systemen — sterile Verarbeitung ist bei körpereigenem Material nicht verhandelbar.
Der nächste Schritt
Erst der Befund. Dann die Entscheidung.
Im Erstgespräch klären wir, ob die Behandlung bei Ihnen sinnvoll ist — und was realistisch zu erwarten ist. Herzogenaurach, zwölf Autominuten von Erlangen.
Häufige Fragen zur PRP/PRF-Behandlung
Wie schnell ist eine Wirkung erkennbar?
Eine erste Veränderung der Hautqualität (Hydratation, Leuchtkraft) ist meist nach 7–14 Tagen sichtbar. Die strukturellen Effekte (Kollagen-Aufbau, Reduktion feiner Linien) entwickeln sich über 4–8 Wochen kumulativ. Bei einer 3er-Serie ist der volle Effekt typischerweise nach 3–4 Monaten erkennbar.
Habe ich nach der Behandlung Ausfallzeit?
Direkt nach der Behandlung können Rötungen, leichte Schwellungen und kleine Hämatome im Bereich der Injektionsstellen auftreten. Diese Reaktionen klingen typisch innerhalb von 24–72 Stunden ab. Bei kombinierter Microneedling-PRP-Behandlung ist die Reaktion etwas stärker — Planen Sie 3–7 Tage Vorlauf vor wichtigen gesellschaftlichen Anlässen ein.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Für ein deutlich sichtbares Hautqualitäts-Ergebnis empfehlen wir eine 3er-Serie im 4–6-Wochen-Abstand. Danach reicht eine halbjährliche bis jährliche Auffrischung. Bei tieferen Indikationen wie Aknenarben können 3–5 Sitzungen sinnvoll sein. Die individuelle Planung erfolgt im Erstgespräch.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die Blutabnahme entspricht einer Routine-Laborabnahme. Die intradermale Anwendung wird auf Wunsch und je nach Indikation mit einer rezeptpflichtigen Lokalanästhesie kombiniert — anästhesiologisch begleitet. In der Praxis bedeutet das: nahezu schmerzfrei, mit standardisierten Sicherheitsprotokollen.
Welchen Vorteil hat PRF gegenüber klassischem PRP?
PRF (Platelet Rich Fibrin) verzichtet auf Gerinnungshemmer und enthält damit ausschließlich körpereigene Bestandteile. Die natürliche Fibrin-Matrix gibt die Wachstumsfaktoren langsamer und über einen längeren Zeitraum frei — was in der wissenschaftlichen Diskussion mit einer nachhaltigeren Geweberegeneration assoziiert ist. Welches Verfahren in Ihrem Fall sinnvoller ist, klären wir im Erstgespräch.
Kann ich PRP/PRF mit anderen Behandlungen kombinieren?
Ja. Die etablierteste Synergie ist die Kombination mit Microneedling im selben Termin — die geöffneten Mikrokanäle verstärken die Wirkstoff-Verfügbarkeit. Mit Botulinumtoxin oder Filler im selben Areal: mindestens 2 Wochen Abstand. Im Erstgespräch erstellen wir bei kombinierten Zielen einen geordneten Plan.
Ist die Behandlung in der Schwangerschaft möglich?
Nein — in Schwangerschaft und Stillzeit wird die Behandlung verschoben, weil keine ausreichenden Sicherheitsdaten für die Anwendung in dieser Zeit vorliegen. Insbesondere die rezeptpflichtige Lokalanästhesie ist während dieser Phase nicht indiziert.
Was passiert mit meinem Blut nach der Behandlung?
Das aufbereitete Plasma wird im selben Termin sofort wieder angewendet — eine Lagerung oder Konservierung erfolgt nicht. Nicht verwendete Reste werden nach den gesetzlichen Vorgaben fachgerecht entsorgt. Die Aufbereitung erfolgt in einem geschlossenen System unter dokumentierten Hygiene-Standards.
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