PRP Haarausfall

ab 350,00 

Richtpreis · Genaue Abrechnung nach GOÄ

PRP/PRF-Behandlung bei Haarausfall — Eigenbluttherapie zur Stimulation der Haarwurzeln. Aus venösem Blut wird ein plättchenreiches Konzentrat gewonnen und multipel in die Kopfhaut injiziert. Aktivierungs-Achse: Follikel-Übergang in die Anagen-Phase, verbesserte Mikrozirkulation, Dermalpapillen-Stimulation.

PRP oder PRF? Bei der Haarausfall-Indikation ist die langsame Wachstumsfaktor-Freisetzung relevant — PRF (ohne Gerinnungshemmer) ist die bevorzugte Variante bei kontinuierlicher Follikel-Aktivierung. Beide Verfahren stehen zur Verfügung.

Indikationen: Androgenetische Alopezie (Mann und Frau), Telogeneffluvium, post-COVID-Haarausfall, diffuse Haarverluste. Frequenz: Typisch 4 Sitzungen monatlich, dann halbjährliche Erhaltung. Synergie: Kombination mit Microneedling, Polynukleotiden, Minoxidil etabliert.

Eigenbluttherapie · Haarwurzel-Stimulation

Was die PRP-Behandlung bei Haarausfall ist

Die PRP/PRF-Behandlung bei Haarausfall — auch als Eigenbluttherapie der Kopfhaut bezeichnet — bringt körpereigene Wachstumsfaktoren direkt an die Haarwurzeln. Aus einer kleinen Blutprobe wird ein plättchenreiches Konzentrat gewonnen und in die Kopfhaut injiziert. Die Haarfollikel werden dadurch in eine aktivere Wachstumsphase versetzt, mikrofeine Blutgefäße werden neu gebildet, die Nährstoffversorgung der Wurzel verbessert sich.

Die Therapie ist ein etabliertes Verfahren bei androgenetischer Alopezie, diffusem Haarausfall (Telogeneffluvium) und stressbedingten Haarverlust-Phasen. Sie kann eigenständig oder in Kombination mit medikamentösen Verfahren (etwa Minoxidil-Stimulation, Antiandrogen-Therapie) angewendet werden.

PRF vs. PRP · Haar-spezifisch

Welches Verfahren bei Haarausfall sinnvoller ist

PRF — bevorzugt für die Kopfhaut-Anwendung

Bei der Haarausfall-Indikation ist die langsame Wachstumsfaktor-Freisetzung besonders relevant — Haarfollikel reagieren nicht auf einen einzelnen kurzen Stimulus, sondern profitieren von einer kontinuierlichen Aktivierung über Tage bis Wochen.

  • PRF (Platelet Rich Fibrin, ohne Gerinnungshemmer) gibt Wachstumsfaktoren über mehrere Tage frei — länger anhaltende Follikel-Stimulation
  • PRP (klassisch, mit Antikoagulanz) wirkt schneller, dafür kurzfristiger
  • Beide Verfahren stehen in der Praxis zur Verfügung — die Wahl erfolgt nach individueller Indikation
  • Wichtiger als die Methodenwahl: realistische Erwartung. PRP/PRF kann keine Wunder bewirken bei bereits abgestorbenen Haarwurzeln, sondern aktiviert vorhandene biologische Strukturen.
Behandlungsablauf · 60 Minuten

Die vier Behandlungsschritte

Schritt 1
Befund und Diagnose
Klinische Beurteilung der Kopfhaut, Klassifikation des Haarausfalls (androgenetisch, diffus, lokal), ggf. Laborwerte. Ohne klare Indikation keine Behandlung.
Schritt 2
Blutabnahme und Aufbereitung
10–20 ml venöses Blut werden entnommen und in geschlossenem System zentrifugiert. Aufbereitungszeit etwa 8–15 Minuten.
Schritt 3
Kopfhaut-Injektion
Multiple intradermale Injektionen in das betroffene Kopfhaut-Areal. Anästhesiologisch begleitet — Lokalanästhesie nach Bedarf.
Schritt 4
Pflege-Empfehlung
Sanfte Beruhigung der Kopfhaut, schriftliche Pflege-Empfehlung für 48 Stunden — kein heißes Duschen, kein Sport am Behandlungstag.
Die Microneedling-PRP-Synergie für die Kopfhaut. Mikrofeine Stimulation der Kopfhaut mit anschließender PRP/PRF-Anwendung verstärkt die Wirkung beider Verfahren. Die durch Microneedling geöffneten Mikrokanäle erlauben den direkten Zugang zum Follikel-Umfeld.
Wirkmechanismus · Haarwurzel

Was im Follikel-Umfeld geschieht

Die im Konzentrat enthaltenen Wachstumsfaktoren (PDGF, TGF-β, VEGF, IGF-1, FGF) aktivieren mehrere zelluläre Vorgänge am Haarfollikel:

Effekt Bedeutung für das Haarwachstum
Follikel-Aktivierung Übergang von der Ruhephase (Telogen) in die aktive Wachstumsphase (Anagen)
Mikrozirkulation Neue Blutgefäße verbessern Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Wurzel
Dermalpapillen-Stimulation Die Zellen in der Haarwurzel werden zur Teilung angeregt — Voraussetzung für dickeres Haar
Antientzündliche Wirkung Chronische Mikroentzündungen der Kopfhaut werden reduziert (relevant bei androgenetischer Alopezie)
Evidenz-Basis. Studien zur PRP-Behandlung bei androgenetischer Alopezie zeigen reproduzierbare Effekte auf Haardichte und Haardicke bei korrekter Indikationsstellung. Eine Standard-Veröffentlichung ist Yu A.J. et al. 2018 (PMID 29952106): randomisierter Split-Scalp-RCT zur Kombination Radiofrequenz-Microneedling und topisches Minoxidil — Haarzahl-Zuwachs +66 % in der Kombi-Gruppe vs. +37 % unter Monotherapie.
Patientenauswahl · Indikationen

Für wen die Behandlung geeignet ist

Indikation Frequenz-Empfehlung
Androgenetische Alopezie (Mann und Frau) 4 Sitzungen monatlich, dann halbjährliche Erhaltung
Telogeneffluvium (diffuser Haarausfall) 3–4 Sitzungen im 4-Wochen-Abstand
Post-COVID-Haarausfall 3–4 Sitzungen, oft mit Labor-Diagnostik (Eisen, Vitamin D, Ferritin)
Stressbedingter Haarverlust (Akut-Phase) 3 Sitzungen im 4-Wochen-Abstand
Kombination mit Minoxidil oder Finasterid Synergistisch — kann parallel angewendet werden, ärztliche Abstimmung
Bart- und Augenbrauen-Bereich 2–3 Sitzungen, individueller Plan
Kontraindikationen. Therapeutische Antikoagulation (individuelle Abwägung), Blutgerinnungsstörungen, akute oder chronische Infektionskrankheiten, Bluterkrankungen, Tumorerkrankungen, schwere Hauterkrankungen der Kopfhaut. Bei bereits vollständig vernarbten Haarausfall-Arealen (cicatricial alopecia) ist die Wirkung deutlich begrenzt — hier ist die ärztliche Beurteilung entscheidend.
Abgrenzung

Was die Behandlung nicht ist

Vier präzise Abgrenzungen

  • Keine Wunder-Therapie bei abgestorbenen Wurzeln. Wenn die Haarwurzeln bereits vollständig vernarbt sind, kann auch PRP/PRF keine neuen Haare wachsen lassen. Eine ehrliche Befund-Beurteilung im Erstgespräch klärt, was realistisch erreichbar ist.
  • Kein Ersatz für Haartransplantation. Bei ausgeprägter androgenetischer Alopezie mit großen kahlen Arealen ist die operative Haartransplantation die korrekte Indikation — PRP/PRF kann hier ergänzend wirken (auch als Begleittherapie nach der Transplantation).
  • Keine medikamentöse Alternative. Bei androgenetischer Alopezie sind Minoxidil und Finasterid die etablierten Standardtherapien — PRP/PRF wirkt synergistisch dazu, ersetzt sie aber nicht. Die individuelle Therapie-Auswahl erfolgt im Erstgespräch.
  • Keine kosmetisch durchführbare Behandlung. Die intradermale Anwendung von Eigenblut-Konzentrat ist eine ärztliche Leistung. Kein Friseur und kein Kosmetik-Studio darf diese Behandlung anbieten.
FAQ

Häufige Fragen zur PRP/PRF-Behandlung bei Haarausfall

Wie schnell ist eine Wirkung sichtbar?

Erste subjektive Veränderungen (weniger Haarausfall beim Kämmen, weniger Haare im Abfluss) sind oft schon nach 4–8 Wochen erkennbar. Sichtbares Nachwachsen und Haardichte-Zunahme entwickelt sich über 3–6 Monate — der vollständige Effekt einer 3- oder 4-Sitzungen-Serie ist typisch nach 4–6 Monaten beurteilbar.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

Standard bei androgenetischer Alopezie: 4 Sitzungen im monatlichen Abstand, danach halbjährliche Erhaltung. Bei Telogeneffluvium oder post-COVID-Haarausfall reichen oft 3 Sitzungen. Der individuelle Plan wird nach Befund im Erstgespräch festgelegt.

Habe ich nach der Behandlung Ausfallzeit?

Direkt nach der Behandlung können Rötungen und leichte Schwellungen der Kopfhaut auftreten. Diese klingen typisch innerhalb von 24–48 Stunden ab. Auf heißes Duschen, Sport und Sauna am Behandlungstag verzichten — am Folgetag ist alles wieder möglich.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die Injektionen in die Kopfhaut sind kurz und mit dünnen Nadeln. Auf Wunsch und je nach Befund wird mit rezeptpflichtiger Lokalanästhesie kombiniert — anästhesiologisch begleitet. Die meisten Patientinnen und Patienten empfinden die Behandlung als gut erträglich.

Welche Untersuchungen sind vorher sinnvoll?

Bei diffusem Haarausfall oder Telogeneffluvium empfehlen wir vor Behandlungsbeginn eine Labor-Diagnostik — insbesondere Eisen, Ferritin, Vitamin D, Schilddrüsenwerte, Vitamin B12. Häufig liegt ein behandelbarer Mangelzustand vor, der parallel zur PRP-Therapie korrigiert werden sollte. Dies ist Teil unserer Haarsprechstunde.

Kann ich PRP/PRF mit anderen Haar-Therapien kombinieren?

Ja — die Kombination mit Minoxidil (topisch), Finasterid (oral, ärztliche Verschreibung), Polynukleotide-Anwendung oder Microneedling der Kopfhaut ist sinnvoll und in der Praxis etabliert. Der individuelle Therapie-Plan wird im Erstgespräch erstellt.

Wirkt die Behandlung auch bei Frauen?

Ja — bei androgenetischer Alopezie der Frau sowie bei diffusem Haarausfall (besonders post-partum oder hormonell bedingt) ist die Wirksamkeit gut belegt. Bei Frauen wird besonders auf die Begleit-Diagnostik geachtet — siehe Haarausfall bei Frauen.

Was passiert mit meinem Blut nach der Behandlung?

Das aufbereitete Plasma wird im selben Termin sofort wieder angewendet — keine Lagerung. Nicht verwendete Reste werden nach den gesetzlichen Vorgaben fachgerecht entsorgt. Die Aufbereitung erfolgt in einem geschlossenen System unter dokumentierten Hygiene-Standards.

Verwandte Themen

Was Sie noch interessieren könnte