Mikrodermabrasion

120,00 

Mechanische Erneuerung der Hornschicht mit Diamantschleifkopf unter Vakuum — ohne Säure, ohne Ausfallzeit, für empfindliche Haut geeignet. Biopsiestudien zeigen über eine Serie eine dichtere Kollagenfaserung; der unmittelbar belegte Zusatznutzen ist die deutlich bessere Aufnahme von Wirkstoffen, die direkt danach aufgetragen werden.

Medical Skincare · Stufe 2 · Erneuerung

Mikrodermabrasion

Ein mechanisches Verfahren, das die Hornschicht kontrolliert abträgt — mit Diamantschleifkopf unter Vakuum, ohne Säure und ohne Ausfallzeit. Die Haut wirkt unmittelbar danach glatter und klarer; über eine Serie zeigen Biopsiestudien eine dichtere, regelmäßiger angeordnete Kollagenfaserung. Es ist die verträglichste Behandlung der zweiten Stufe — und die, mit der sich Wirkstoffe besonders gut in die Haut bringen lassen.

Behandlungsdauer30–45 MinEinschließlich Reinigung, Behandlung und abschließender Pflege.
AusfallzeitkeineLeichte Rötung für ein bis zwei Stunden, danach alltagstauglich.
Serie6–8 SitzungenWöchentlich bis zweiwöchentlich — so waren die Studienprotokolle angelegt.

Einordnung

Wo die Mikrodermabrasion in der Stufenlogik steht: Stufe 1 reinigt (Hydrodermabrasion, Ausreinigung). Stufe 2 verändert die Erneuerung — hier stehen zwei Verfahren nebeneinander: die Mikrodermabrasion mechanisch, das chemische Peeling chemisch. Beide führen in Biopsiestudien zu einer dichteren Kollagenschicht; die Mikrodermabrasion ist die Variante ohne Säure, ohne Schuppung und ohne Ausfallzeit — und damit die erste Wahl für empfindliche oder säureunverträgliche Haut. Bei entzündlicher Akne ist Stufe 3 der Hebel, die medikamentöse Therapie. Für Narben und Struktur in der Tiefe ist Microneedling das passende Verfahren.

Praxis Dr. Thomas Ackermann · Methodische Haltung

Die Mikrodermabrasion arbeitet leise. Ihr Wert liegt nicht nur in dem, was sie abträgt, sondern in dem, was danach besser einzieht. Deshalb steht sie hier selten allein — und deshalb kann sie mehr, als ihr Ruf vermuten lässt.

— Dr. med. Thomas Ackermann · Facharzt für Anästhesiologie

Indikationen

Wofür das Verfahren geeignet ist — und wie stark

Die Einordnung unten folgt der veröffentlichten Datenlage, nicht der Werbung. In der bislang umfangreichsten Biopsiestudie mit acht Sitzungen zeigte sich histologisch eine dichtere und regelmäßiger angeordnete Kollagenfaserung sowie eine gleichmäßigere Pigmentverteilung — bei Verfahren dieser Eindringtiefe ist das ein guter Befund.

Anliegen Was zu erwarten ist Einordnung
Fahler, rauer Teint Glattere Oberfläche und gleichmäßigere Lichtreflexion, unmittelbar nach der Behandlung sichtbar Die verlässlichste Indikation — hier tut das Verfahren genau das, wofür es gebaut ist
Fettige Haut, erweiterte Poren Messbar geringerer Talgfilm über eine Serie; die Porengröße selbst ändert sich nicht Sinnvoll als Serie, in kontrollierten Untersuchungen belegt
Feine Linien, Lichtschäden Ebenmäßigere Oberfläche über eine Serie von sechs bis acht Sitzungen Als sanfter Einstieg geeignet; für ausgeprägte Falten sind andere Verfahren zuständig
Ungleichmäßige Pigmentierung Gleichmäßigere Verteilung des Pigments, histologisch belegt Gut geeignet als ergänzender Baustein — mit konsequentem Lichtschutz
Flache Aknenarben Sichtbare Glättung flacher Unebenheiten über eine längere Serie Sinnvoll bei flachen Narben; für eingezogene Narben ist Microneedling das Mittel der Wahl
Vorbereitung für Wirkstoffe Deutlich bessere Aufnahme von Wirkstoffen, die unmittelbar danach aufgetragen werden Der am besten belegte Zusatznutzen — und der Grund, warum das Verfahren hier selten allein steht

Welche dieser Punkte auf Sie zutrifft und ob die Mikrodermabrasion das passende Werkzeug ist, ergibt die Hautanalyse. Manchmal lautet die Antwort: ein anderes Verfahren.

Häufige Beweggründe

Kommt Ihnen das bekannt vor?

„Meine Haut wirkt matt und fühlt sich rau an"

Verzögerte Abschilferung der Hornschicht — die häufigste und dankbarste Indikation. Der Effekt ist unmittelbar spürbar und hält einige Wochen an; mit einer passenden Pflegeroutine und Auffrischungen bleibt die Haut in diesem Zustand.

„Ich vertrage Säuren nicht"

Der eigentliche Platz dieses Verfahrens. Bei reaktiver Haut, Unverträglichkeit gegenüber Fruchtsäuren oder Sorge vor sichtbarer Schuppung ist die mechanische Variante die passende Antwort — fein dosierbar, in der Intensität während der Behandlung anpassbar und ohne chemische Reaktion.

„Ich habe eine teure Pflege, aber sie tut nichts"

Häufig ein Aufnahmeproblem, kein Wirkstoffproblem. Eine verdickte Hornschicht ist eine Barriere. Studien zeigen: Wird ein Wirkstoffserum direkt nach der Mikrodermabrasion aufgetragen, sind Aufnahme und messbarer Effekt deutlich größer als nach der Behandlung allein.

Wichtig zu wissen

Was die Mikrodermabrasion nicht ist

  • Sie arbeitet an der Oberfläche, nicht in der Tiefe. Der Effekt betrifft Hornschicht, Textur und Pigmentverteilung — nicht Volumen, nicht Bindegewebsstraffung, nicht eingezogene Narben. Wer eine Faltenkorrektur möchte, wird hier zum passenden Verfahren weitergeleitet, statt eine Serie zu buchen, die das nicht leisten kann.
  • Sie wirkt über die Serie, nicht über die einzelne Sitzung. Eine Behandlung glättet die Oberfläche für einige Tage bis Wochen — das ist ein realer, aber vorübergehender Effekt. Die histologisch belegten Veränderungen entstanden in den Studien über sechs bis acht Sitzungen. Danach entscheidet der Befund, ob Erhaltung sinnvoll ist.
  • Mehr ist nicht besser — und das ist eine gute Nachricht. Eine verblindete Halbseitenstudie verglich zwei gegen drei Durchgänge pro Sitzung: Der zusätzliche Durchgang brachte keinen Vorteil, veränderte aber messbar den Haut-pH. Es wird deshalb bewusst zurückhaltend gearbeitet — kräftiger heißt hier nicht wirksamer, sondern nur reizender.
  • Sie ist nicht für jede Haut geeignet. Bei aktiver Rosazea, entzündlicher Akne mit Pusteln, offenen Stellen, aktivem Herpes, unter Isotretinoin oder bei Neigung zu überschießender Narbenbildung wird nicht behandelt. Bei dunkleren Hauttypen wird zurückhaltend gearbeitet — mechanische Reizung kann eine Nachdunkelung auslösen.

Ablauf

Warum diese Praxis

Das Gerät gibt es überall. Die Zuordnung nicht.

Eine Mikrodermabrasion ist in fast jedem Kosmetikstudio verfügbar. Der Unterschied liegt in der Frage davor: Ist das hier die richtige Stufe — und was gehört unmittelbar danach auf die Haut? Genau darin liegt der belegte Zusatznutzen: Nach dem Abtrag ist die Aufnahmefähigkeit am höchsten, und was in diesem Moment aufgetragen wird, entscheidet mit über das Ergebnis.

In dieser Praxis wird deshalb zuerst befundet und dann zugeordnet — mit ärztlichem Blick auf den Befund und der Möglichkeit, in denselben Räumen eine Stufe weiterzugehen, wenn die Haut mehr braucht als eine Erneuerung der Oberfläche.

Weiterführend: Hautanalyse · Chemisches Peeling · Microneedling · Aknesprechstunde

So läuft Ihre Behandlung ab

  1. Hautanalyse und ZuordnungHauttyp, Verhornung, Pigmentierungsneigung, Vorgeschichte und aktuelle Pflege. Ergebnis ist die Entscheidung, ob mechanisch, chemisch oder gar nicht in dieser Stufe gearbeitet wird.
  2. Reinigung und EntfettungEntfernen von Make-up und Talgfilm. Auf einem Fettfilm gleitet der Schleifkopf, statt zu arbeiten — die Vorbereitung entscheidet über die Gleichmäßigkeit des Abtrags.
  3. Die BehandlungAbtrag in definierten Bahnen unter Vakuum, Intensität nach Hautreaktion, in der Regel zwei Durchgänge. Empfindliche Zonen um Augen und Nasenflügel werden reduziert bearbeitet. Sie spüren ein kratzendes Ziehen, kein Brennen.
  4. Wirkstoffe und AbschlussDirekt nach dem Abtrag ist die Aufnahmefähigkeit am höchsten — dieser Moment wird genutzt: befundabhängiges Serum, beruhigende Pflege, Lichtschutz.
  5. Serie und ErhaltungWiedervorstellung nach ein bis zwei Wochen, Beurteilung der Reaktion, Anpassung der Intensität. Nach der Serie entscheidet der Befund, ob Erhaltung sinnvoll ist — oder ob die nächste Stufe der bessere Weg ist.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Der nächste Schritt

Erst die Stufe. Dann das Verfahren.

Ob mechanisch, chemisch oder etwas ganz anderes — das ergibt der Befund, nicht der Katalog. Herzogenaurach, zwölf Autominuten von Erlangen.

Tut die Behandlung weh?

Nein. Sie spüren ein kratzendes Ziehen und den Sog des Vakuums, vergleichbar mit einer rauen Katzenzunge. Eine Betäubung ist nicht nötig. Wird es unangenehm, ist die Intensität zu hoch eingestellt — das wird während der Behandlung angepasst, nicht ausgehalten.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

Die Studien, die messbare Veränderungen zeigten, arbeiteten mit sechs bis acht Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen. Eine einzelne Behandlung glättet die Oberfläche für einige Tage bis Wochen — das ist ein realer, aber vorübergehender Effekt. Für eine Veränderung der Struktur braucht es die Serie.

Was ist der Unterschied zum chemischen Peeling?

Der Wirkweg. Die Mikrodermabrasion trägt mechanisch ab, ein Peeling löst die Verbindungen zwischen den Hornzellen chemisch. In Biopsievergleichen verdichten beide die Kollagenschicht messbar. Das Peeling geht tiefer, dafür reagiert die Haut sichtbar mit Rötung und Schuppung. Die Mikrodermabrasion ist die Variante ohne Reaktion und ohne Ausfallzeit — welche die richtige ist, entscheidet der Hauttyp, nicht die Stärke.

Hilft es gegen Falten?

Bei feinen Linien und lichtbedingter Rauigkeit ja — über eine Serie, und im Rahmen dessen, was ein oberflächliches Verfahren leisten kann. Für ausgeprägte Falten ist es nicht das richtige Werkzeug; dafür gibt es Verfahren, die in der Tiefe arbeiten. Was sinnvoll ist, wird vorher besprochen, damit die Erwartung zum Verfahren passt.

Hilft es bei Akne?

Bei nicht-entzündlicher, komedonaler Akne kann es die Verhornung begleitend verbessern; die Talgproduktion nimmt über eine Serie messbar ab. Bei entzündlicher Akne mit Pusteln wird nicht mikrodermabradiert — mechanische Reizung verschlechtert dort das Bild. Dann beginnt die Behandlung eine Stufe weiter, in der Aknesprechstunde.

Kann ich danach direkt wieder unter Leute?

Ja. Die Haut ist ein bis zwei Stunden leicht gerötet und fühlt sich straff an; Make-up ist am selben Tag möglich, wenn auch nicht ideal. Für 24 Stunden gilt: kein Sport, keine Sauna, kein Solarium, keine Säuren oder Retinoide — und Lichtschutz, weil die Hornschicht dünner ist als vorher.

Ich habe dunklere Haut — ist das ein Problem?

Es erfordert Zurückhaltung. Mechanische Reizung kann bei dunkleren Hauttypen eine Nachdunkelung auslösen, die deutlich länger bleibt als die Behandlung gedauert hat. Es wird mit reduzierter Intensität gearbeitet, ohne Wiederholungsdurchgang, und der Lichtschutz danach ist keine Empfehlung, sondern Bedingung.

Kann ich es mit anderen Behandlungen kombinieren?

Ja, mit Abstand und in Reihenfolge. Sinnvoll ist die Kombination mit Wirkstoffen unmittelbar danach — das ist der am besten belegte Zusatznutzen. Nicht sinnvoll ist die Kombination mit einem Peeling in derselben Sitzung: Zwei Verfahren, die beide die Hornschicht angreifen, addieren sich nicht zu mehr Wirkung, sondern zu mehr Reizung.

Was kostet die Behandlung?

Kosmetische Leistungen werden als Festpreis inklusive Mehrwertsteuer abgerechnet, ärztliche Leistungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Was in Ihrem Fall sinnvoll ist — Einzelbehandlung, Serie oder ein anderes Verfahren — wird in der Hautanalyse besprochen und aufgeschlüsselt.

Evidenz-Basis

Was die Studien zeigen

  • El-Domyati M et al., 2016. Microdermabrasion: a clinical, histometric, and histopathologic study. J Cosmet Dermatol 15(4):503–513. PMID 27357600. 38 Patientinnen und Patienten, acht Sitzungen im Wochenabstand, Biopsien zu drei Zeitpunkten: klinisch überwiegend milde bis mäßige Besserung, histologisch dichtere und regelmäßiger angeordnete Kollagenbündel sowie gleichmäßigere Pigmentverteilung — die Dicke der Oberhaut blieb unverändert.
  • Abdel-Motaleb AA, Abu-Dief EE, Hussein MR, 2017. Dermal morphological changes following salicylic acid peeling and microdermabrasion. J Cosmet Dermatol 16(4):e9–e14. PMID 28229524. Biopsievergleich über sechs Wochen: Die Mikrodermabrasion verdickte Oberhaut und Kollagenschicht signifikant gegenüber unbehandelter Haut — ein messbarer Umbauvorgang, nicht nur ein Oberflächeneffekt.
  • Davari P et al., 2008. A randomized investigator-blind trial of different passes of microdermabrasion therapy. Int J Dermatol 47(5):508–513. PMID 18412873. Verblindete Halbseitenstudie, zwei gegen drei Durchgänge über sechs Sitzungen: Der Talggehalt sank in beiden Gruppen; der zusätzliche Durchgang brachte keinen Vorteil, veränderte aber messbar den Haut-pH — ein Hinweis auf die Barriere.
  • Freedman BM, Rueda-Pedraza E, Waddell SP, 2001. The epidermal and dermal changes associated with microdermabrasion. Dermatol Surg 27(12):1031–1033. PMID 11849265. Biopsien nach drei und sechs Behandlungen: Verdickung von Ober- und Lederhaut, neu abgelagerte Kollagen- und Elastinfasern — die Wirkung entsteht über einen Reparaturvorgang, nicht über den Abtrag selbst.
  • Freedman BM, 2009. Topical antioxidant application enhances the effects of facial microdermabrasion. J Dermatolog Treat 20(2):82–87. PMID 18720185. Halbseitenvergleich über sechs Sitzungen: Wurde unmittelbar nach der Behandlung ein polyphenolhaltiges Serum aufgetragen, waren Oberhautdicke, Fibroblastendichte und der messbare Wirkstoffgehalt in der Haut signifikant höher als nach der Behandlung allein.

Der histologische Effekt ist in mehreren unabhängigen Biopsiestudien belegt. Entscheidend ist die richtige Zuordnung — welche Haut, welche Stufe, welcher Wirkstoff danach. Genau darüber wird hier vor der Behandlung gesprochen.

Verwandte Inhalte

Zum Weiterlesen

Dr. med. Thomas Ackermann

Ärztliche Leitung

Dr. med. Thomas Ackermann

Facharzt für Anästhesiologie · Ärztliche Leitung Harmonie der Ästhetik

Die Mikrodermabrasion ist für mich das unterschätzte Verfahren dieser Stufe: verträglich, gut steuerbar, mit belegtem Effekt auf Textur und Kollagen — und eine ausgesprochen gute Vorbereitung für alles, was danach auf die Haut kommt. Sie muss nur zum Befund passen. Darum kümmere ich mich vorher.

Vita und Werdegang →

Diese Seite gibt einen ersten Überblick. Was eine Behandlung konkret für Sie bedeutet — welche Methode, welche Dosierung, welche Erwartung sinnvoll ist — gehört in ein persönliches Gespräch in der Praxis. In Ruhe, mit Befund, mit Zeit.